Warum Männer in Nachtclubs oft nur den schnellen Sex wollen

Nachtclubs sind dazu da, um sich mit Freunden zu treffen und so richtig abzufeiern – und dann ist ja noch das Thema mit den Frauen. „Vielleicht kriege ich ja heute Abend noch eine ab“ ist oft die Ansage der Männer. Doch tatsächlich funktionieren tut’s bei den meisten Männern nicht.

Doch weshalb sind so viele Männer (und auch Frauen) auf den schnellen Sex aus, aber schlussendlich sehnen sie sich doch nach der Liebe des Lebens? Wie gross ist die Chance, dass man der Richtigen genau in der Disco über den Weg läuft?

Inspiriert von einer Sexbeichte, wo anonymisierte Facebook-User aus den Nähkästchen plaudern können, entschloss ich mich, diesen Artikel zu schreiben. Konkret geht es um die Beichte einer 22-jährigen Frau, die regelmässig gerne in den Ausgang geht.

Wie sie selbst schreibt, geht sie fürs Leben gerne in den Ausgang und die Nacht durchzufeiern. Sie scheut sich dabei nicht, das eine oder andere Spässchen zu haben. Wahrscheinlich meint sie damit, dass sie keine Scheu hat, sich auf der Tanzbühne zu zeigen.

Was sie aber verheerend findet ist, dass laut ihrer Aussage die meisten Typen, mit denen sie im Club in Kontakt kommt, nur das eine wollen – und zwar den schnellen Sex. Das passiere auch, wenn sie sich „anständig“ kleiden würde. Dabei betont sie auch, dass sowohl Frauen wie auch Männer sie immer mehr frustrieren, da immer mehr nicht mehr Flirten können, sondern ab in die Kiste wollen.

Das bedauere sie sehr und geht in ihrer Analyse noch ein bisschen weiter. Sie sieht als Hauptgrund dieser Oberflächlichkeit in der Tatsache, dass sich die meisten Menschen nicht mehr wirklich mit ihrer persönlichen Entwicklung beschäftigen wollen und stattdessen nur Ablenkung und Bestätigung im Aussen suchen.

Soweit die Analyse dieser „Sex-Beichterin“. Bestimmt ist sie nicht die einzige Person, die solche Erfahrungen im Ausgang macht. Und da stellt sich grundsätzlich die Frage: Warum kommt das so häufig vor?

Wie Diskotheken viel Kohle aus den Taschen der Partygänger fischen

Diskotheken sind wie jedes andere Business gewinnorientiert. Denn wenn ein Nachtclub über längere Zeit wenig bis kein Gewinn erwirtschaftet, dann kann das schnell mal das Aus bedeuten.

Doch wie machen praktisch alle Nachtclubs Geld? Hauptsächlich durch den Verkauf von spirituellen Getränken wie z.B. einem Vodka-Redbull oder einem Mochito. Dazu kommen noch die oft überteuerten Eintritte (vor allem in der Schweiz), Garderobengebühr, Reservierunggebühr von Lounges und allenfalls Fastfood-Verkauf dazu.

Doch würden die Leute auch in Scharen kommen, wenn dort Jedermann und Jedefrau nur für sich tanzt? Nein! Das höchste Ziel der meisten Partyorganisatoren ist es, mit der Hoffnung der Menschen zu spielen.

Denn die grösste Motivation der meisten Partygänger ist es, den Traummann oder die Traumfrau dort zu finden. Und rein theoretisch macht das Ganze auch Sinn, denn in einem Nachtclub hat es ganz viele Singles Menschen auf einem kleinen Raum. Und alle sind mehr oder weniger offen, zu baggern und zu flirten.

Doch was würde passieren, wenn alle Clubbesucher in den ersten paar Minuten wie aus Zauberhand den Mann oder die Frau des Lebens finden würden – und das ganze auch noch auf Gegenseitigkeit basierend? Das wäre zwar auf die eine Art sehr schön, aber für den Clubbesitzer würde das auf die Dauer in einem finanziellen Fiasko enden.

Die einfachste Strategie für den Clubbesitzer wäre natürlich möglichst zu verhindern, dass sich Menschen im Club kennenlernen und ineinander verlieben. Doch würden dann die Leute mit der Zeit abwandern oder sich eine andere Partylocation suchen.

Das Motto der Partyorganisatoren: Sex sells

Deshalb setzten so viele Partyorganisatoren auf das Motto „Sex sells“. Denn wenn die primitiven Triebe der Leute aktiviert sind, dann greifen sie bei Nicht-Erfolg auch schnell mal zum Glas. Das Grundgefühl das entstehen soll ist, dass man ohne den Freund Alkohol nicht „genug locker“ ist, um bei einer Frau gut anzukommen. Schliesslich willst du ja cooler rüberzukommen.

Deshalb trinken viele Männer und Frauen mehr und mehr. Und wenn dann tatsächlich der Moment gekommen ist, wo sie allen Mut zusammengenommen haben und auf eine Frau zugingen, bringen sie oft nicht mehr viel Gescheites heraus und die Frau wendet sich ab.

Männer denken, nur weil die Frauen in den Discos leicht gekleidet sind, sie deshalb einfach so mit jedem Typen der sie antanzt, rummachen würden (ich behaupte nicht, dass das nie so passieren würde, aber insbesondere in Schweizer Clubs passiert das doch selten so schnell, speziell ohne Alkoholeinfluss).

Und da sind wir genau beim Dilemma. Der Nachtclub macht zwar eine Menge Kohle mit Menschen, die tatsächlich glauben, dass der Club die beste Möglichkeit bietet, sich zu verlieben. Doch schlussendlich ist das einzige, was oft tatsächlich passiert, dass sich viele alleine und mit einem Vollsuff nach Hause gehen (vielleicht auch noch schnell auf Tinder und Co.) und mehr nicht.

Die beste Möglichkeit, um mit Frauen einen Flirt anzufangen

Also, was ist die beste Möglichkeit, um mit Frauen in Kontakt zu kommen und sich später in die Richtige zu verlieben? Indem du dir all die Hindernisse wie die laute Musik, die oberflächliche Stimmung und die überteuerten Getränke ersparst und im Alltag auf Frauen zugehst.

Sei das im Supermarkt, im Tram, im Café oder sonst wo. Es gibt immer wieder mal die Situation, dass sich zwei Menschen in einer Disco kennengelernt haben, aber oft ist das nach duzenden Clubbesuchen, tausenden Franken für Eintritt und Getränke und unzähligen Abweisungen von Frauen passiert.

„Männer verlieben sich mit den Augen – Frauen mit den Ohren“

Dieser Spruch passt sehr gut zu meinem Argument, dass du mehr tagsüber mit Menschen und insbesondere mit Frauen in Kontakt kommen solltest. Denn wenn sich Frauen mit den Ohren verlieben – sprich einen Mann vor sich haben, der sie gut wahrnimmt und zuhört (Männer reden oft zu viel an Dates, aber das ist ein anderes Thema), dann bietet ein Kennenlernen beispielsweise in einem ruhigen Café eine ideale Möglichkeit für vielleicht ein Beginn einer tollen Beziehung.

3 Kommentare zu “Warum Männer in Nachtclubs oft nur den schnellen Sex wollen”

  1. Diesen Kommentar auf Facebook möchte ich euch nicht vorenthalten. Er kommt von einem Herbert:

    Alter das ist die Fucking Wahrheit. Du sprichst mir da aus der Seele. Genau so ist es. Es ist soviel schwerer eine hübsche Frau im Club kennen zu lernen als sonstwo. Was du noch in deinem Artikel ergänzen könntest ist, dass viele Elemente, insb. die Musik zur Aufgabe haben die Menschen in eine gereizte Stimmung durch Stress zu bringen.

    Durch den Stress wird nicht nur noch mehr Alkohol konsumiert (=> Umsatz), sondern er erschwert auch das Kennenlernen. Viele Menschen haben zwar die Sehnsucht und das Bedürfnis Jemanden im Club kennen-zu-lernen aber aufgrund der gestressten Stimmung (viele merken es gar nicht) ist ihnen alles aber nicht zum flirten zumute. Und dann kommen diese gequälten Anbagerungsversuche zu stande. Auf der anderen Seite ist auch die Frau zu gestresst um sich wirklich mit dem Mann auseinander zu setzen. Weiter geht es mit den Blicken: In der Welt außerhalb der Diskotheken bemerken – ich rede jetzt mal von mir – mich die Frauen. Da wandern die Blicke.

    Im Club bekomme ich nichtmal einen Bruchteil dieser Blicke ab. Die Frauen bemerken im Club auch meine Blicke im Gegensatz zu sonstwo kaum. Ein flirten mit Blicken geht also schonmal garnicht. Die Sinne der Menschen im Club sind sowas von betäubt. Und dann wäre dann noch der soziale Druck durch Freunde: „Was denken meine Freunde wenn ich mit dieser Frau, diesem Mann rede (je nach Geschlecht)?“ Und so ganz nebenbei: Clubs sind nicht(!) Männerfreundlich. Jeder der schonmal rausgeflogen ist weiß das. Als Mann bist du immer der Arsch.

    Fazit Club: Da musst du schon eine starke Frau finden die klar Sex will und damit auch nicht hinterm Busch hält. Die gibt es. Aber ist das den Aufwand wert? Never! Viel besser: Lernen im Leben die Signale der Frauen zu erkennen und dann im Falle gegenseitigen Interesses dieses Interesse eingehen.

    1. Hey Herbert,
      Schön spricht dich mein Text an. Die laute Musik stellt ganz klar auch einen Stress-Faktor dar. Besonders schlimm finde ich, wenn ein DJ die Lieder nicht mal ganz durchspielt, sondern bereit nach etwa der Hälfte den nächsten Song reinmischt. So kommt man noch weniger in den Flow.

  2. Ein Kommentar vom einem Mann, der mir per Whatsapp folgendes Feedback gegeben hat:

    Fende de Blog öber Nachtclubs super… ich ha praktisch all das scho vor 8 johr denkt, woni erstmols so in clubs usgange ben. Ha das met allne Kollege jewils teilt ond be grössteteils uf Onwösseheit ond au Onverständnis gstosse.

    Do in Lima woni jetzt ben laufts au so ab, Erfolg in Nachtclubs esch minim deför fliesst vell Alkohol, Atmosphäre eher agspannt.

    Denke au dass sich do vell veränderet ond die Disco-Organisations-Onkultur i de letschte Johr zuegnoh het… en Pickupper vo Australie het mer gseit, er sig scho mol vor 5 Johr do gsi ond heig jedi Nacht eini gha, eher eifach, jetzt desmol het ers vell schweriger gfonde ond sich drom meh uf Touristinne in Hostelbars konzentriert.

    Stemmig esch det i de Tat entspannter.

    Ich ha mich us dem Grond scho sit Johre meh ufe Salsa-Usgang konzentriert, säge emmer weder, so stell ich mer en gueti Disco vor was Lutstärki ond Stemmig agoht. Metlerwile chani au Erfolg verzeichne met Fraue, aber esch eher zom Nomere hole ond date, jedoch weniger för ONS.

    Get au „Hybride“ was Disco agot, zom eine stark uf Salsa us (also mer chan eini easy froge för en Tanz zom afo) aber trotzdem gnueg Lüt zom i de Mengi verschwende onds eskaliere, oder paar Neberüm wos ruhiger esch ond mer chan sitze, aber ned vo allne gseh werd. Kenne leider i de Schwiz kei Ort wos das get, nor im Osland.

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